Bludit, mein CMS der Wahl

Bludit, mein CMS der Wahl

Hätte mich vor zwei bis drei Jahren jemand gefragt was er für eine CMS zum bloggen nutzen soll, dann hätte ich spontan Wordpress gesagt. Schon damals war es zwar nicht einfach ein eigenes Theme zu erstellen, aber es gab doch eine riesige Community hinter dem Projekt und man fand diverse Themes und Plugins mit denen man sich das System meistens so anpassen konnte das es für einen selber gepasst hat.
In meinen bloggerischen Anfängen habe ich selber mit Wordpress rumgespielt, auch eigen Themes erstellt, aber irgendwann wurde mir die Sache zu komplex und zu schnell. Ich habe dann angefangen mich nach Alternativen umzuschauen, die zum einen schnell und zum anderen einfach waren. Mit schnell meine ich dabei die Ladezeiten, mit einfach meine ich die Reduzierung auf das für mich wesentliche.

Zum Betreiben eines Blogs benötige ich ein Backend in dem ich vernünftig schreiben kann, in dem ich meine Inhalte gut und übersichtlich verwalten kann und in dem ich die wichtigsten Informationen auf einen Blick sehe.
Weiterhin soll das System einfach zu bedienen sein, ich soll es ggf. um einige Funktionen ergänzen können und mir soll es möglich sein auch ein eigenes Layout zu erstellen.

Nach einiger Suche in den Weiten des Internets bin ich dann auch Bludit gestoßen, damals noch ganz neu und gerade am Anfang seiner Entwicklung gestanden. Der Entwickler hat davor den Nibbelblog programmiert und wollte diesen nicht mehr weiter entwickeln sondern sein Glück in einem neuen System finden.
Ich spielte also einige Zeit mit dem System rum und verbrachte auch einige Zeit im Forum und in Chats wo ich mich regelmäßig mit Mitgliedern der Community austauschte. Und was soll ich sagen, ich war so begeistert, dass ich dem CMS eine Change gab, auch wenn am Anfang doch einiges nicht so möglich war wie ich es mir vorstellte.

Inzwischen sind wir bei Version 3.5.0 angekommen und meiner Meinung nach ist Bludit inzwischen ein CMS das sich nicht mehr verstecken braucht. Es gibt eine große Community, ein reger Austausch mit anderen Mitgliedern ist über ein dreisprachiges Forum oder über den in Englisch gehaltenen Chat möglich. Es gibt eine gepflegte Dokumentation, und der Entwickler setzt viele Vorschläge der Mitglieder um und diskutiert diese auch auch, wenn er der Meinung ist es mache keinen Sinn.

Nun wird sich der eine oder andere aber fragen: Was ist denn Bludit nun eigentlich?

Ein kurzer Überblick zu Bludit

Bludit ist ein sogenanntes Flat-File-System, d.h. man benötigt keine Datenbank um das System zu nutzen. Ihr benötigt lediglich einen Anbieter der PHP unterstützt und ein bisschen Webspace für das CMS selbst. Die Installation selbst ist in wenigen Minuten erledigt. Das CMS herunterladen, die entpackten Dateien auf euren Webspace kopieren, die Seite aufrufen, Benutzer und Passwort eingeben, loslegen.

Für die Gestaltung der Seite könnt ich euch an vorgefertigten Themes bedienen, oder ihr habt auch die Möglichkeit selbst ein eigenes Theme zu erstellen. Entsprechende Hilfestellungen findet ihr in der Dokumentation die sowohl in Englisch wie auch in Deutsch vorhanden ist.
Zusätzlich zu den Themes könnt ihr das System mit Plugins erweitern. So habt ihr die Möglichkeit euer CMS um zFunktionen zu erweitern. Eine Möglichkeit ist beispielsweise ein Kommentarsystem.

Den Seitenaufbau könnt ihr auf zwei Möglichkeiten gestalten: als klassischen Blog, eure Beiträge sind dann nach Erscheinungsdatum geordnet, oder als statische Seite. Die Möglichkeit eines "Sticky Posts", d.h. ihr wollt einen speziellen Beitrag als erstes platzieren auch wenn dieser schon älter ist als euer neuester Beitrag, ist ebenfalls möglich.
Zur Verwaltung der Seite und der Beiträge ist es möglich mehrere Benutzer anzulegen. Der Administrator hat dabei alle Rechte und kann Themes umstellen, Plugins aktivieren/deaktivieren und sonstige allgemeine Einstellungen vornehmen. Der Editor kann Beiträge verfassen und veröffentlichen, sowie seine entsprechenden Beiträge formatieren. Es ist also auch möglich das mehrere Personen einen Blog oder eine Seite zusammen betreiben.

Ein weiterer wichtiger Punkt für mich ist, dass das System Markdown unterstützt, d.h. ich kann in einer speziellen Formatierung meine Beiträge vorschreiben und diese dann im Backend in den Editor einfügen ohne in weiter formatieren zu müssen. Alternativ besteht aber auch die Möglichkeit einen WYSIWYG Editor zu verwenden. Die Formatierungen sind dabei jeweils vom gewählten Theme abhängig.

Alle weiteren Informationen findet ihr auf der offiziellen Seite von Bludit (externer Link): https://www.bludit.com

Florian Thallmair

Florian Thallmair